Kneipp-Gesundheitsvisite November 2015


Kartoffel vs. Süßkartoffel

 

Knolle ist nicht gleich Knolle. Die Süßkartoffel – auch Batate oder Knollenwinde genannt – zählt zu den ältesten Kulturpflanzen Amerikas. In den USA sind Süßkartoffeln als Beilage zum tradi­tionel­len „Thanksgiving-Truthahn“ nicht wegzudenken. Und dabei ist sie gar keine „Kartoffel“ im botanischen Sinn. Während unsere Kartof­feln zu den Nachtschattengewächsen zählen, ist die Süßkartoffel ein sog. Windengewächs. Ur­sprünglich wohl in Mittelamerika beheimatet, wurde die Süßkartoffel als Kulturpflanze von See­fahrern nach Afrika und Europa gebracht. Mittlerweile ist China der größte Produzent; sie wird aber auch in fast allen tropischen und subtropischen Ländern der Erde angebaut. In Europa in Ländern wie Spanien, Italien und Portugal.  

Unser Tipp: (Süß-)Kartoffel
Kartoffel als auch Süßkartoffel gelten gemeinhin als gesunde Nahrungsmittel – auch wenn die Süßkartoffel einen relativ hohen Gehalt an Zucker aufweist. Durchschnittlich enthalten 100 Gramm Süßkartoffel rund 4 Gramm Zucker. Weit wichtiger sind aber ihre anderen Inhaltsstoffe: Der Gehalt an Vitamin A und Beta-Carotin ist höher als bei der Kartoffel; lediglich beim Vitamin C kann sie nicht mit „unseren Erd­äpfeln“ mithalten (auch der Gehalt an Stärke ist bei der Kartoffel etwas höher). Die Süßkartoffel enthält auch wichtige Miner­al­stoffe wie Kalzium, Kalium und Zink. Eine Reihe an B-Vitaminen (B1, B2 und B6) machen sie zu einer gesunden Alter­native. Darüber hinaus wird ihr eine blutzuckersenkende Wirkung nachge­sagt, wobei diese Aussage noch durch Studien bestätigt werden muss. 

 

Übrigens:

Süßkartoffeln können – im Gegensatz zur Kartoffel – auch roh verzehrt werden; auch die Blätter sind essbar. Einige Süßkartoffelarten können geringe Mengen an Blausäure enthalten, wobei diese durch Erhitzung auf ein Minimum reduziert werden kann; andere Wurzelknollen wie z.B. Maniok weisen eine deutlich höhere Konzentration an Blausäure auf. Süßkartoffeln können also ohne Bedenken zubereitet werden. Zur Lagerung: Am besten kühl, dunkel und trocken im Keller lagern – so können Süßkartoffeln bis zu rund 10 Wochen haltbar bleiben.

 

Rezeptidee „Gebackene Süßkartoffelstreifen mit Rosmarin“:
Schnell, einfach und lecker: Süßkartoffeln schälen, in Streifen schneiden und mit etwas Speise­stärke vermengen. Olivenöl, Salz, Pfeffer und getrockneten Rosmarin hinzufügen und durch­mischen. Die fertigen Streifen auf ein Backblech (mit Backpapier) legen und bei ca. 240 Grad Umluft knusprig backen. Guten Appetit!

 

Sebastian Kneipp:

„Ich bin mit Kartoffeln und Brot aufgefüttert worden und war schon mit 18 Jahren ein Mords­kerl.“

                                                                                                        Ihr Gesundheitsexperte des Kneipp-Bund e.V.

Dr. med. Dr. Bernhard Uehleke
 
Abt. Naturheilkunde - Charité Berlin

 

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